Rubrik: Medienmitteilungen

Verantwortungsvoller Umgang mit den Gemeindefinanzen – auch beim Hallenbad

Nachdem der Gemeinderat an seiner Klausursitzung Ende 2018 entschieden hatte, die Realisierung eines neuen Hallenbades im Lido vorzubereiten, steht nun ein weiterer strategischer Entscheid fest: Es soll ein Hallenbad sein "klein und fein", das sowohl personell wie finanziell tragbar ist.

In seiner Analyse der von der Lidokommission und der Projektgruppe Lido/Hallenbad ausgearbeiteten Unterlagen untersuchte der Gemeinderat zuhanden seiner Frühlingsklausur vom 27. März 2019 die Auswirkungen der verschieden hohen Investitionsvolumen auf den Finanzplan der Gemeinde. Konkret rechnete er drei Varianten durch: die «Variante light» mit einem Investitionsvolumen von 12 Mio. Franken, die «Variante optimal» mit 14 Mio. und die «Variante plus» mit 20,5 Mio. Franken. Die Unterscheidungsmerkmale ergeben sich dabei durch das Raumprogramm, das entsprechend kleiner oder grösser sein kann.

12 bis 14 Mio. Franken sind tragbar

Ein neues Hallenbad zu bauen heisst, den Spagat zu machen zwischen verantwortungsvollem Umgang mit den Gemeindefinanzen und Neuinvestition. Und ebenfalls ganz wichtig dabei: Wie viel darf der Zuschuss aus der Gemeinderechnung an die jährlichen Betriebs- und Kapitaldienstkosten betragen? So kommt der Gemeinderat zum Schluss, dass ein Investitionsvolumen in der Höhe von 12 bis 14 Mio. Franken für das neue Hallenbad tragbar ist. Dazu kommen weitere rund 4,5 Mio. Franken Investitionsvolumen zur Realisierung von zusätzlichem Parkraum. Parkraum und Bad haben eine Abschreibungsdauer von 40 Jahren, bei der Bädertechnik sind es 15 Jahre.

"Klein und fein", aber für mehrere Zielgruppen

Die Ausgestaltung des neuen Hallenbades soll «klein und fein, familien- und vereinsfreundlich» sein. Ein mit einem grösseren Investitionsvolumen gebauten Bad müsste sehr viele Besucherinnen und Besucher anlocken, damit sich der Betrieb einigermassen rechnen würde. Dafür kommt die Lage unseres Lidos jedoch nur schon verkehrstechnisch und bezüglich des möglichen Parkierungsangebots an Grenzen. Trotzdem soll das Raumprogramm gegenüber dem aktuellen Hallenbau so vergrössert werden, dass das Schwimmenlernen, ob im obligatorischen Schulunterricht gemäss Lehrplan 21 oder auch in der Freizeit, das Sportschwimmen wie auch die Wassergewöhnung der Kleinsten gewährleistet sind.

Wie geht es weiter?

Als nächster wichtiger Schritt soll ein Vorprojekt unter Berücksichtigung des vorhandenen finanziellen Rahmens gemäss Klausurentscheid ausgearbeitet werden. Dabei geht es noch nicht um ein Anforderungsprofil bezüglich der konkreten Ausgestaltung der einzelnen Bereiche, sondern soll Grundlage bilden auch für die weitere Öffentlichkeitsarbeit auf breiter Ebene. Parallel zu dieser Ausarbeitung werden weitere Gespräche stattfinden mit möglichen Partnern für die Hallenbadinvestition, konkret sind dies die Nachbargemeinden und die Tourismusorganisation. Erstere führen bereits das Schulschwimmen in Weggis durch und die Tourismusorganisationen erhalten mit einem neuen Bad ein weiteres attraktives Angebot für die Gäste.

Mitwirkung der Bevölkerung

Im Weiteren beschloss der Gemeinderat zusätzlich zum bereits laufenden Mitwirkungsverfahren durch die Lidokommission auch ein Mitwirkungsverfahren der breiten Bevölkerung.

Sobald das Vorprojekt vorliegt, das dem nun definierten Kostendach entspricht, soll es voraussichtlich im Herbst dieses Jahres eine öffentliche Orientierungsveranstaltung geben, verbunden mit der Möglichkeit, in einem Vernehmlassungsverfahren Ideen und Vorschläge einzubringen. Anschliessend wird es die Aufgabe sein, diese Ideen unter einen Hut zu bringen, bevor dann die Stimmberechtigten über einen entsprechenden Projektierungskredit befinden werden. Es ist das erklärte Ziel des Gemeinderates, eine politische Mehrheit zu finden für ein Bad, das finanziell tragbar ist, dies im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Gemeindefinanzen.  | 12.04.2019

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