zum Inhalt

Projekt Holzbau & Erneuerbare Energien Rigi Kaltbad

Die Gemeinde Weggis führt gemeinsam mit der Hochschule Luzern (HSLU) und mit Unterstützung der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und Energie (BFE) ein Projekt zum Thema «Holzbau + Erneuerbare Energien» im Ortsteil Rigi Kaltbad durch.

Warum ein Projekt zu Holzbau und erneuerbaren Energien?

Holzbau als Möglichkeit Energiesparen und Ortsbildschutz zu vereinbaren
Der Ortsteil Rigi Kaltbad umfasst als sogenannte Streusiedlung eine Vielzahl an privaten, einzeln stehenden Wohngebäuden und touristisch genutzten Bauten (wie zum Beispiel Hotels und Restaurants). Viele dieser Gebäude sind in Holzbauweise erstellt oder mit Holzfassaden versehen.
Die Notwendigkeit, Energiekosten zu sparen und der Wunsch nach einer Komfortverbesserung geben vielen Liegenschaftseigentümer/innen Anlass, ihre Gebäude energetisch zu sanieren. Die Energieeffizienz vieler Gebäude kann und soll verbessert werden.
In Gebieten mit Ortsbildschutz stossen konventionelle Sanierungsmethoden schnell an ihre Grenzen. Es bestehen erhöhte  gestalterische Anforderungen, die sich aus dem Ortsbild- und Denkmalschutz, der touristischen Nutzung  und nicht zuletzt aus dem Ziel erhöhter Energieeffizienz ergeben.
Im Projekt werden Lösungen für die energetische Sanierung der Gebäude im Ort erarbeitet, die diesen Anforderungen entsprechen. Mit einer ortsbildverträglichen Sanierung wird das Ziel verfolgt, die gleichwertigen Interessen Energiesparen und Ortsbildschutz miteinander zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang kann Holz als Baustoff vor allem auch an touristisch geprägten Orten– wie Rigi Kaltbad – einen entscheidenden Beitrag leisten.

Durch erneuerbare Energien Kosten sparen und das Klima schonen
Energie einsparen und den Restbedarf mit erneuerbaren Energien decken – dies ist das Leitmotiv für die Energiepolitik von Bund und Kantonen.
Die Sanierungen werden mit einer Neukonzeption der Energieversorgung verknüpft. Die meisten Liegenschaften werden zurzeit mittels fossiler Brennstoffe beheizt. Angestrebt wird ein vermehrter Einsatz erneuerbarer Energie, die vorzugsweise vor Ort erzeugt wird. Es wird also neben Energie-Reduktion auch auf Energie-Produktion gesetzt.
Durch die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Sonne) werden die Energiekosten gesenkt und ein wesentlicher Schritt in Richtung 2000-W-Gesellschaft gesetzt.
Das Projekt zeigt auf, wie sich Technologien zur Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen unter Beachtung erhöhter gestalterischer Anforderungen in die Gebäudehülle integrieren lassen.

Warum ist Rigi Kaltbad Teil des Projektes?

Die aktuellen Herausforderungen als Anlass zum Handeln in Rigi Kaltbad 
Für einen Grossteil der Gebäude in Rigi Kaltbad steht in den kommenden Jahren die energetische Sanierung an. Das Interesse der Hauseigentümer an neuen Lösungen und Technologien, sowie allgemein steigende Energiekosten fordern alternative Konzepte für die künftige Energieversorgung des Gebietes.
Der Handlungsbedarf in Bezug auf die energetische Erneuerung der Bauten und der Energieversorgung des Ortes ist hoch. Landschaftsschutz und die Ortsbildschutzzone um die Einzelgebäude sowie die touristische Nutzung des Ortes fordern ein behutsames Vorgehen bei der Bauerneuerung. Diese neuen Aufgaben bieten die Chance, die Ortsentwicklung in diesem Zusammenhang mit zu gestalten.
Diese Ausgangslage in Rigi Kaltbad ist exemplarisch für viele andere Ortschaften in der Schweiz. Rigi Kaltbad bietet den Rahmen, die energetische Erneuerung von Bergdörfern beispielhaft voranzubringen – die Ergebnisse werden allen Eigentümer/innen im Ort dienen.
Ziele des Projektes für Rigi-Kaltbad sind: Langfristig die Energieversorgung zu sichern und die Gebäude energetisch zu erneuern.
Die Ortsentwicklung von Rigi-Kaltbad als Ferien- und als Wohnort soll mit den zentralen Herausforderungen der Erneuerung der Gebäude und der Energietechnik verbunden werden.

Was macht das Projekt besonders?

Gewappnet für die anstehenden Herausforderungen
Im Rahmen des Projektes erarbeitet die Hochschule Luzern gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern Lösungen für die Sanierung der Bauten und die energetische Versorgung von Rigi Kaltbad. Dies alles unter Berücksichtigung der Ansprüche des Orts- und Landschaftsschutzes. Dabei wird das Projekt von erfahrenen holzverarbeitenden Firmen und Energieexperten beratend begleitet.

Die Antworten auf die Fragen, wie der/die Einzelne bei einer ortsbildverträglichen Sanierung vorgehen kann, welche gestalterischen und baulich-technischen Lösungen es hierfür gibt und welche Vorteile daraus entstehen, werden im Projekt „Holzbau und Erneuerbare Energien“ erarbeitet. Mit der Teilnahme am Projekt «Holzbau und Erneuerbare Energien» wird eine Grundlage geschaffen, durch die Rigi Kaltbad für die anstehenden Herausforderungen gewappnet ist.
Die Arbeitsweise im Projekt ist wegweisend. Fachteams von der Hochschule und aus der Wirtschaft erarbeiten gemeinsam mit den Eigentümer/innen ein Konzept, wie Rigi Kaltbad sich in 10 Jahren entwickeln soll. Der Austausch zwischen Experten und Eigentümerschaft wird im Verlauf des Projektes über gemeinsame Workshops in Rigi Kaltbad organisiert.

Eine Beteiligung an den Austauschveranstaltungen im Projekt  ist jederzeit möglich.
Am 28.November 2015 fand eine erste Informationsveranstaltung für die Eigentümerschaften statt. 
Am 23. Januar 2016 wurde das Projekt im Rahmen eines Startworkshops mit der Eigentümerschaft auf den Weg gebracht.
Protokoll  [PDF, 392 KB]

Neben einem intensiven Austausch zu den Themen Ortsentwicklung, Gebäude und Energie wurde die Weiterbearbeitung durch die Partner aufgegleist.
Bis zum 5. März 2016 bitten wir alle Eigentümer/innen einer Liegenschaft in Rigi Kaltbad, konkrete Angaben zu ihren Gebäuden und zum Energieverbrauch zu machen und an die Hochschule Luzern zu senden.
Gebäudesteckbrief-Formular  [PDF, 284 KB]

Im Verlauf des Jahres 2016 finden gemeinsame Workshops mit der Eigentümerschaft statt:
Am 4. Juni 2016, 18. August 2016 und 10. November 2016 wurde interessierten Eigentümerschaften der Stand der Arbeiten präsentiert. In einem ersten Arbeitsblock wurden die Möglichkeit und Optionen der Energieversorgung für Rigi Kaltbad diskutiert. Dem Spannungsfeld Gebäudesanierung und der Bedeutung für das Ortsbild widmete sich der zweite Teil des Workshops.
Das Protokoll des Workshops mit den Präsentationsfolien vom Juni 2016 finden Sie hier.
Ein Tourismusworkshop der Hochschule Luzern am 18. August 2016 zeigte die Bezüge des Projektes mit dem Masterplan Rigi auf, präsentierte touristische Beispiele aus dem In- und Ausland und stellte das weitere Vorgehen vor.
Tourismusworkshop Präsentation  [PDF, 2.00 MB]
Im November ging es darum Verbindlichkeiten zu schaffen und der Vorstellung von möglichen Umsetzungsmodellen. Das Protokoll dazu finden Sie hier ebenso einen Artikel von Alexa Bodammer von der HSLU, Luzern über die Bedeutung von Holzbau und Erneuerbaren Energien auf der Rigi.
Artikel im Gemeindeblatt Weggis  [PDF, 967 KB]

Am Mittwoch, 10. August 2016, 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr, wurde mit den grösseren Verbrauchern und der Korporation Weggis in einem "Austauschtreffen Energie Rigi Kaltbad" die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit im Energiebereich besprochen.
Protokoll vom 10.08.2016  [PDF, 55.0 KB]
Handout  [PDF, 1.00 MB]

Am Samstag 24. September 2016 hat eine öffentliche Veranstaltung stattgefunden. Das Protokoll finden Sie hier.

Abschlussworkshop mit den Grundstückeigentümern und -eigentümerinnen vom 18. Februar 2017

Präsentation Abschlusswolrkshop "Neue Energien für Rigi Kaltbad"  [PDF, 2.00 MB]
Protokoll Abschlussworkshop  [PDF, 80.0 KB]
Unterlagen Genossenschaft eRiS - Energie Rigi Süd  [PDF, 1.00 MB]
Informationen zum Angebot "EWS mein Solarstrom" des Elektrizitätswerks Schwyz  [PDF, 401 KB]

Weiterführende Links für Holzbau und Erneuerbare Energien finden Sie nachfolgend:

Linksammlung

Wer sind die Ansprechpartner?

Bei Fragen und Unklarheiten stehen Ihnen für Auskünfte zur Verfügung:
Gemeinde Weggis, Parkstrasse 1, 6353 Weggis
Baptist Lottenbach; 041 392 15 15
baptist.lottenbach@weggis.lu.ch

Hochschule Luzern – T & A, Kompetenzzentrum
Typologie & Planung in Architektur (CCTP)
Technikumstrasse 21, 6048 Horw

Projektleitung:
Ulrike Sturm 041 349 34 64
ulrike.sturm@hslu.ch

Energiekonzepte und Fragen zu den Gebäudesteckbriefen:
Gianrico Settembrini
gianrico.settembrini@hslu.ch