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Urnenabstimmung 30. November 2014

Abstimmungsanordnung:

Am Sonntag, 30. November 2014, findet – nebst drei eidgenössischen Abstimmungen und einer kantonalen Abstimmung – folgende Gemeindeabstimmung im Urnenverfahren statt:

Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren Laugneri II und Linden

Beschlussfassung über den Bruttokredit von 12,4 Mio. Franken (Gemeindeanteil rund 4,14 Mio. Franken) für die Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren Laugneri II und Linden

 

Bericht_des_Gemeinderates_zur_Urnenabstimmung_vom_30.11.2014  [PDF, 10.0 MB]

 

Abstimmung über Schutzmassnahmen in zwei Gefahrengebieten

Im östlichen Gemeindegebiet ausgangs Dorf Richtung Vitznau geht es um die so genannten „Schutzmassnahmen Laugneri II“. Hier wurden im August 2005 mehrere Wohnhäuser durch Erdrutsch und Blockschlag zerstört, in der Folge wurde als Sofortmassnahme der Damm Laugneri I erstellt. Dieser schützt nun seit 2007 einen Teil dieses Siedlungsgebiet, der östliche Teil – Menschen und ihre Häuser – jedoch verbleibt weiterhin ungeschützt. Und hier können die gleichen brutalen Ereignisse auftreten wie 2005.

Schutzdamm – Steinschlagschutznetz – Felssicherung

Mit einem robusten Schutzdamm, als Fortsetzung des bestehenden Damms, mit Steinschlagschutznetzen und zusätzlichen gezielten Felssicherungen kann nun das Gefahrenrisiko um 96 Prozent reduziert werden. Bereits im kommenden Jahr soll mit der Realisierung begonnen werden.

Weitere zwei Schutzdämme im Waldrandbereich

Im Gebiet Linden, das Siedlungsgebiet zwischen Seilbahnstation und Chilewald rechts und links der Rigistrasse sind es die gleichen Gefahren, die drohen: Erdrutsch und Felssturz. Im Wald lauern viele Stein- und Felssturzgefahren in Form von verwittertem Fels, und zusätzlich kann hier das Wasser ebenfalls eine grosse Rolle spielen, indem es verheerende Erdrutsche auslösen kann. Dies ist vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern noch in bleibender Erinnerung, als im August grosse Hangmuren aus dem Chilewald Richtung Dorf flossen. Mit zwei Schutzdämmen im Bereich des Waldrandes kann nun hier das Risiko ebenfalls massiv gesenkt werden. Hier spricht die Vorstudie zum Projekt von einer Risikoreduktion um 95 Prozent.

Bund und Kanton übernehmen zwei Drittel der Kosten

Die Gemeinde Weggis hat die Bauherrschaft über die Projekte. Deshalb muss über den Bruttokredit abgestimmt werden. Die Massnahmenprojekte Laugneri II und Linden sind von den eidgenössischen und kantonalen Fachstellen geprüft und positiv beurteilt worden. Das bedeutet, die zugesicherten Beiträge – je ein Drittel von Bund und Kanton – werden fliessen. Von den Gesamtkosten von 12,4 Mio. Franken verbleibt deshalb nach Abzug der Bundes- und Kantonsbeiträge für die Gemeinde Weggis noch ein Anteil von rund 4,14 Mio. Franken. An den Gemeindeanteil leisten die interessierten Grundeigentümer Perimeterbeiträge in der Höhe von 25 % oder rund von 1,035 Mio. Franken. Für die Gemeinde verbleiben somit in den nächsten fünf Jahren noch Kosten von netto rund 3,1 Millionen Franken.