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Historisches

Weggis um 1835

Die erste wissenschaftlich belegbare Erwähnung der Siedlung Weggis stammt aus dem Jahre 1116. „Die Kirche der heiligen Maria mit dem Hof Weggis“, so bestätigt der Papst dem Kloster Pfäfers ein Besitztum in Weggis.

Seit 1378 führt Weggis im Wappen einen Fisch im roten Feld. Durch die Neugestaltung des grafischen Erscheinungsbildes der Gemeinde im Jahre 1988 wurde auch das Wappentier, ein Egli (Perca fluviatilis), zeichnerisch bereinigt und zum offiziellen Wappen erklärt.

Die Siedlung mit dem milden Klima und den fruchtbaren Böden wird oft auch das "Nizza des Vierwaldstättersees" genannt. Mit den "Rigiträgern" begannen die Anfänge des Tourismus. Das Dorf am Südufer der Vierwaldstätersees am Fusse der Rigi wurde von vielen bekannten Persönlichkeiten besucht.

Detaillierte Angaben zur Geschichte von Weggis finden Sie hier in einem chronologisch aufgelisteten Überblick:

1116 - 1400 | 1400 - 1700 | 1700 - 1900 | 1900 - heute

1116

Erste Erwähnung von Weggis
Am 29. Januar 1116 bestätigt Papst Paschalis II. dem Kloster Pfäfers unter anderem seine Rechte und Pflichten, darunter den Besitz „aecclesiam sancte Marie cum villa Guategisso“ (die Kirche der heiligen Maria mit dem Hof Weggis). Die Urkunde befindet sich im Stiftsarchiv Pfäfers, das im Stiftsarchiv in St. Gallen aufbewahrt wird: Urkundenbuch der Südlichen Teile des Kantons St. Gallen 1, Nr. 152, S. 149. 

Der Ortsname Weggis
Die Deutungen des Ortsnamens gehen in drei Richtungen. Die ältesten Erklärungen aus dem 19. Jahrhundert sehen im Ortsnamen den althochdeutschen Personennamen „Watgis“. Später finden Namensforscher heraus, die Ortsbezeichnung habe keltische Wurzeln: „Wado-tegias“ bedeute „Fährmannshütten“. Im Jahre 2009 erklärt die Forscherin Erika Waser den Namen „Wäggis“ neu: Der Name ‚Wäggis‘ sei aus deutschem Wortgut zu erklären. Grundlage ist das althochdeutsche Wort „wuotigussi“, was „Wasserschwall, Überschwemmung, Erdschlipf“ bedeutet. (Quelle: Luzerner Namenbuch 2, Rigi : Die Orts-und Flurnamen der Luzerner Rigigemeinden, Erika Waser, 2009, Gamma Druck+Verlag AG, Altdorf).

Das Kloster Pfäfers
Das in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts gegründete Benediktinerkloster Pfäfers am Eingang des Taminatals (bei Bad Ragaz) errichtete zu unbekannter Zeit vor 1116 in seiner Herrschaft Weggis eine Eigenkirche, bestellte einen Geistlichen und bezog ihre Erträgnisse. Der Besitz umfasst die vier kleineren Siedlungseinheiten Unterdorf und Oberdorf Weggis, Wilen und Vitznau. Das Kloster Pfäfers war nicht der einzige auswärtige Grundbesitzer, der in Weggis begütert war. Auch das Kloster Muri im Freiamt besass im 12. Jahrhundert Güter in Weggis.

Hertensteiner Vögte
Die Herren von Hertenstein werden als Vögte über den Hof in Weggis gesetzt. Ihre Stammburg erhebt sich als schlichter Wohnturm auf dem mit Bäumen und Buschwerk gekrönten Felsen über dem Ufer auf der östlichen Seite des Tanzenberges bei der Hertensteiner Seebucht. Die Burg wird im 14. Jahrhundert zerstört.

Der Gotthardverkehr
Mit der Erstellung der direkten Nord-Süd-Verbindung über den Gotthardpass im 12. Jahrhundert treten das Gebiet der Waldstätte und damit auch das Dorf Weggis in den Mittelpunkt eines regen Verkehrs über den See.

Schon früh besiedelt
Im Urbar des Reichsgutes in Churrätien wird der Ort „Watawis“ als Besitz des königlichen Eigenklosters Pfäfers genannt. Dieses Dokument weist keine Datierung auf, ist nach gängiger Meinung in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts entstanden, jedoch nur in einer Abschrift des 16. Jahrhunderts erhalten. Es ist aber umstritten, ob mit "Watawis" Weggis gemeint ist. Gegenwärtig tendieren die Historiker (Bündner Urkundenbuch 1, 388) dazu, "Watawis" mit Weggis gleichzusetzen, was siedlungsgeschichtlich (gute, besonnte Lage am See) auch Hand und Fuss hat, denn Weggis war ohne Zweifel ein früh besiedelter, gut erschlossener und fruchtbarer Ort.

1275 / 76

Weggis heisst in den Urkunden "Wetgis" oder "Waetgis".

1300

Jetzt gehört Weggis zur Vogtei der Habsburger.

1304

Ein "Ulrich von Wetgis" wird in das Bürgerrecht der Stadt Luzern aufgenommen.

1315

Ein Hofrecht beschreibt die Grenzen (Marchen) von Weggis.

1332

Weggis tritt dem Bund der Eidgenossen bei.

1359

Die beiden "Freistaaten" Gersau und Weggis werden urkundlich anerkannt im sogenannten Bundesbrief der Gersauer und Weggiser.

1378

Mit dem Freikauf von der Grundherrschaft des Klosters Pfäfers ist erstmals ein eigenes Weggiser Siegel nachweisbar. Dieses Siegel, das bis ins 18. Jahrhundert verwendet wurde, zeigt auf einem mit Ranken und Blumen verzierten Grund die Madonna mit dem Kind auf dem Arm. In der rechten Hand hält die Madonna einen Weggiser Schild mit einem Fisch im Wappen. Die Inschrift des Siegels lautet: "Siegel der menschlichen Gemeinschaft von Weggis".

1380

Die Herren von Ramstein und Ulrich von Hertenstein verkaufen ihre Weggiser Vogtei für 470 Gulden an die Stadt Luzern.

1433

Dem Rat zu Luzern werden die Gerichtsbarkeit und die Siegelrechte zugesprochen.

1446

Aus einer Beschreibung der Steuernabgabe ("Zehnten") geht die Fruchtbarkeit von Weggis hervor: Wein, Korn, Mais, Kastanien, Nüsse, Obst, Fische.

1456

Weggis zählt 98 Steuerzahler mit 34'535 Gulden Vermögen.

1500

Die Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee entwickelt sich stark. Zwischen Meggen und der Liegenschaft "Postunen" in Hertenstein verkehrt eine Fähre.

1585

Weggis besitzt 106 Feuerstellen (Haushaltungen) und 54 harnischpflichtige (wehrpflichtige) Männer.

1588

Weggis verzichtet auf die völlige Selbständigkeit und wird Teil des Standes Luzern.

1590

Weil der Handelsverkehr auf der Gotthardroute unter Umgehung des Zolls von Luzern teilweise nun über Zug-Küssnacht-Flüelen geführt wird, entsteht an den Zinnen, am Ende der westlichsten Landzunge von Weggis, eine Zollstation.

1600 -1700

Die Abgeordneten der sechs katholischen Stände versammeln sich über 50 Mal zu ihren Tagsatzungen in Weggis.

1623 - 1635

Die Leute des Weggiser "Niederdorfes" bauen die Kapelle mit der finanziellen Unterstützung des Luzerner Ritters Ludwig Amrhyn. Das Kirchlein dient als Kapelle seines Junkersitzes in Weggis.

Die heute noch bestehenden Wandmalereien sind 1642 entstanden. Mit ihrer reichen Innenausstattung und dem künstlerisch hochstehenden Freskenzyklus sprengt diese Kapelle den Rahmen der über Jahrhunderte üblichen, meist bescheidenen Kapellenstiftungen der damaligen Patrizierfamilien. Sie ist als Bauwerk und als Dokument der Renaissance-Malerei ein Glied einer kleinen Gruppe von Bauwerken, die den Übergang vom Spätmittelalter zur Renaissancekultur aufzeigen und zugleich schon auf den Frühbarock hinweisen.

1661

Ein Bergsturz verschüttet das Bad Lützelau samt Kapelle.

Um 1670

Gemäss einer geografischen Beschreibung von Johann Leopold Cysat gedeihen in Weggis auch Feigen und Mandeln, auserlesenes Obst, viel Most und Weingewächs wie nirgends sonst rund um den See herum; viele Einwohner betätigen sich als Fischer.

1765

Ein Blitz schlägt in den Weggiser Kirchturm ein. Alle Holzteile verbrennen, die Glocken halten der Hitze nicht stand, schmelzen oder stürzen zu Boden. Die kurz zuvor umgebaute Kirche bleibt verschont, ein herabfallender brennender Balken jedoch setzt das Kaplanenhaus in Brand.

1795

28 Häuser, 15 Ställe und Speicher sowie die Sankt Verena-Kapelle versinken beim grossen Erdschlipf auf der Rubi im Oberdorf im See.

1798

Das seit 1380 zur sogenannten Luzerner Landvogtei gehörende Vitznau wird eine eigene politische Gemeinde.

1800

Weggis ist weiterhin ein "Ort der Fährleute": Die 30 Mann starke "Schiffergesellschaft Weggis" besorgt den Verkehr mit der Aussenwelt über den Seeweg.

Als Heimarbeit wird das "Seidenkämmeln" (Seidenweberei) eingeführt.

1808

Gegen den Willen der Bürger und "unter Androhung der Exekutionsregeln durch den Erziehungsrat" wird in Weggis das erste Schulhaus gebaut.

1818

Die Schiffergesellschaft Weggis reicht in Luzern eine Bittschrift zur Erstellung einer Strasse nach der Rigi ein.

1820

Der Rigiweg wird eröffnet.

1820 - 1870

Der sogenannte "Rigidienst" der Weggiser floriert. Träger, Pferdeführer und Lastenträger stehen in den Diensten der ersten Bergtouristen. So entwickeln sich Weggis und Rigi Kaltbad zu beliebten Kur- , Ferien- und Ausflugsorten.

1832

Ein Volkslied, wohl das bekannteste der Schweiz, entsteht: Der Solothurner Leinenweber Johann Lüthi schreibt in Erinnerung an einen fröhlichen Ausflug sein Lied "Vo Luzärn uf Wäggis zue".

1848

Die Weggiser verwerfen die neue schweizerische Bundesverfassung. Das Resultat in der Gemeinde: 110 Ja, 163 Nein.

1854

Das heutige Dorfschulhaus wird feierlich eröffnet.

1868

Die englische Königin Victoria besucht Hertenstein.

Um 1870

Der Bayernkönig Ludwig II. plant in Hertenstein eine Parkanlage mit Lustschloss.

1871

Die erste Bergbahn Europas, die Vitznau-Rigi-Bahn, wird eröffnet. Damit findet der Weggiser Rigiträgerdienst, die Begleitung, Führung und Betreuung der Rigireisenden, ein abruptes Ende.

1893

Der "Kurverein Weggis" wird gegründet.

1894

Die private Wasserversorgungsgesellschaft Weggis von Josef Hofmann, Hofmatt, und Josef Suter, Schlossermeister, schliesst mit der Polizeigemeinde Weggis einen Konzessionsvertrag ab. Gegen ein "Entgelt" von "fünf Minutenlitern Wasser zu einem laufenden öffentlichen Brunnen in der Nähe des Schulhauses" erhält die Wasserversorgungsgesellschaft das Durchleitungsrecht für Wasserleitungen im Weggiser Gemeindegebiet.

1875

Die Kaltbad-Scheidegg-Bahn wird eröffnet. Sie ist bis 1931 in Betrieb.

1897

Mark Twain, der weitgereiste amerikanische Schriftsteller, weilt mit seiner Familie in Weggis und bezeichnet diesen Ort als "den schönsten Flecken der Erde".

1898

In der Gemeinde wird das elektrische Licht eingeführt.

1904

Die erste Saison mit einem Kurorchester (16-Mann) beginnt.

1906

Die Schweizerische Bundesversammlung erteilt die Konzession für den Bau und Betrieb einer Drahtseilbahn vom Dorf Weggis auf den Rigiblick, wo eine Kuranstalt geplant ist. Diese Projekte werden jedoch nicht verwirklich.

1909

Ein Freilichttheater auf dem Tanzenberg in Hertenstein schreibt europäische Theatergeschichte. Der erste Weltkrieg lässt die Blüte jedoch wieder erlöschen.

Die neue, breite Promenade im Oberdorf wird eröffnet.

1910

Ein Hochwasser des Vierwaldstättersees überflutet die seenahen Grundstücke und Strassen. Personen und Waren werden ab Dampfschiffbrücke mit Ruderbooten zu den Häusern und Hotels befördert.

1917 - 1919

Die Evangelisch-Reformierte Kirche an der Weggiser Seestrasse wird gebaut.

1919

Weggis eröffnet sein Lido. Es ist das erste Strandbad der Schweiz, wo Männer und Frauen nicht abgetrennt in je ihren eigenen Badeanstalten baden.

Die Gemeinde kauft die Villa Brand, das heutige Gemeindehaus mit grossem Park.

1921

Der österreichische Kaiser Karl I. mit seiner Gemahlin Zita und den Kindern weilt in Hertenstein im Exil. Vom Mai bis Oktober wohnt er mit seinem Hofstaat im Schlosshotel Hertenstein. Die älteren Söhne ministrieren in der Hauskapelle des Institutes Stella Matutina.

1925

Das Reservoir Remsi mit einem Inhalt von 300'000 Litern wird gebaut.

1926

Das erste Rosenfest mit Galabällen und Feuerwerk geht über die Bühne, veranstaltet vom «Club der Harmlosen».

1931

Der russische Komponist und Pianist Sergej Rachmaninow baut seine Villa Senar in Hertenstein. Er begründet mit anderen Persönlichkeiten noch vor dem zweiten Weltkrieg die Internationalen Musikfestwochen Luzern.

1944

Das «Landibähnli», ein Prototyp aus der Landesausstellung 1939, nimmt seinen Betrieb für den Touristenverkehr auf.

1945

In Hertenstein wird das Programm für die Europäische Union entworfen.

1948

Das Pfarreiheim wird gebaut.

1954

Die Glocken im Kirchturm erhalten einen elektrischen Antrieb und lösen damit die "Läuterbuben" ab.

Das Seewasserpumpwerk an der Seestrasse beim Unterdorfquai wird in Betrieb genommen. Die Wasserfassung der 320 Meter langen Leitung liegt auf 48 Metern Tiefe. Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt 7 Crad Celsius. Zwei Niederdruckpumpen können bis maximal 2500 Minutenliter fördern.

1958

Der Johann-Lüthy-Platz auf dem Oberdorfquai wird eingeweiht. Ein Gedenkstein erinnert an den Schöpfer des weltbekannten Rigilieds «vo Luzärn uf Wäggis zue».

1962

Die Gemeinde und die Korporation kaufen gemeinsam die Kuppe des Rigiblicks zur Erhaltung dieses Aussichtspunktes.

Die Schulanlage "Kirchmatt" wird eingeweiht und Weggis bekommt die erste Turnhalle.

1964

70'000 Kubikmeter Gestein stürzen aus dem Steinbruch Obermatt am Bürgenstock in den Vierwaldstättersee. Eine grosse Flutwelle verursacht in Weggis Schäden in der Höhe von rund 700'000 Franken.

1966

Die neue Panoramastrasse als Umfahrungsstrasse oberhalb des Dorfes wird fertiggestellt.

1968

Die Luftseilbahn Weggis-Rigi Kaltbad wird eröffnet.

1969

Im Strandbad öffnet das neue Hallenbad seine Tore.

1975

Die Musikschule wird gegründet.

1976

Weggis bekommt ein eigenes Evangelisch-Reformiertes Pfarramt.

1978

Das Reservoir Linden wird gebaut. Es enthält eine Million Liter Wasser, davon ist ein Fünftel Löschwasserreserve.

1980

Die Abwasserreinigungsanlage Lützelau wird in Betrieb genommen.

Im Herrenwald beim Eggisbühl entsteht der Vita-Parcours.

1982

Das erste Schulhaus auf dem Dorfplatz weicht dem regionalen Oberstufenzentrum "Sigristhofstatt". Der Kongressaal "Sigristhofstatt", eine grosszügig eingerichtete Mehrzweckhalle des Oberstufenschulzentrums für Greppen, Vitznau und Weggis wird im Weggiser Dorfzentrum eröffnet. Der Saal mit mobiler Bühne, Tonanlage, Vorführraum und modern ausgestattetem Office bietet Platz für 500 bis 600 Personen.

1990

Die Gemeinde kauft vom Kur- und Verkehrsverein die Strandbadliegenschaft samt Hallenbad für den Betrag von 1.25 Mio. Franken.

1991

Die Bürgergemeinde wird mit der Einwohnergemeinde vereinigt.

1994

Die Kirchgemeinde übernimmt von der Korporationsgemeinde das sogenannte "Kollaturrecht". Das heisst, dass von nun an die Kirchgemeinde die Geistlichkeit wählt. Gleichzeitig gehen auch die beiden Pfrundhäuser, also der Pfarrhof und das Kaplanenhaus, in den Besitz der Kirchgemeinde über.

Die Abfallbewirtschaftungsanlage und Entsorgungshalle Röhrli wird in Betrieb genommen. Sämtliche Siedlungs- und Sonderabfälle werden sortiert, gesammelt und fachgerecht entsorgt.

Das Schulhaus "Grossmatt" wird eröffnet.

Der Überarbeitung der Weggiser Ortsplanung wird zugestimmt. Die Strategie für die Zukunft heisst: "Weggis darf wachsen, aber nicht wuchern - Weggis soll attraktiv bleiben als Wohn-, Ferien- und Arbeitsort."

1995

Zwei Mal Nein bei der Hallenbad-Abstimmung: Eine "Nur-Sanierungsvariante" für 2.1 Mio. Franken wird mit 498 Ja, gegen 666 Nein-Stimmen klar verworfen. Die "Variante B" (Sanierung plus Erweiterung) für 3.9 Mio. Franken wird mit 627 gegen 630 Stimmen knapp abgelehnt.

Das Reservoir auf "Suters Ried" an der Tannenbergstrasse wird erstellt, die Verbindungsleitungen werden gebaut, und die Fernsteuerung wird erweitert und modernisiert.

1996

Gestützt auf das luzernische Gemeindegesetz startet eine Initiativgruppe "JA zum Hallenbad Weggis" eine Gemeindeinitiative in Form der allgemeinen Anregung. Ihr Ziel: Der Gemeinderat soll das knapp verworfene Hallenbadprojekt nach einer erfolgten Kostenüberarbeitung nochmals zur Abstimmung vorlegen.

Die Gemeinde erwirbt 9/18 Miteigentum der Wasserversorgung im Wert von 2.25 Mio. Franken und wird somit alleinige Besitzerin der Wasserversorgung.

1998

Das umfassend renovierte Lido wird wieder ganzjährig eröffnet.

Steueramt und Buchhaltung von Weggis und Greppen werden regionalisiert.

Einweihung der beiden Bootshäfen "Central" mit Bootsvermietung und "Lützelau".

2000

Aus den Zivilschutzorganisationen von Greppen, Weggis und Vitznau wird die regionale Zivilschutzorganisation Rigi gegründet.

2001

Die Sportanlagen im Weiher werden erweitert.

Die Gemeinde Weggis geht mit "www.weggis.ch" ins World WideWeb.

2002
Aus den Feuerwehren von Greppen, Vitznau und Weggis wird die Feuerwehr der Seegemeinden gegründet.

Das Schulhaus Kirchmatt wird mit neuen Schulräumen erweitert.

Der Lidobus wird einer Totalsanierung unterzogen und dreht seine Runden fortan im grünen Kleid.

2003

Die Tourismus-Organisationen von Weggis, Vitznau und Rigi schliessen sich unter dem Label "The Best of Lake Lucerne" zusammen.

2006

Vor der Fussballweltmeisterschaft in Deutschland trainiert die Brasilianische Nationalmannschaft in Weggis. Der Medienrummel löst weltweit ein enormes Echo aus.

2007

Der neue Pavillon am See – ein Treffpunkt mit offener Konzert- und Festbühne auf dem Oberdorfquai - wird eingeweiht und in Betrieb genommen.

Abstimmung SSK Sport Schule Kultur 25. November 2007: Die Vorlage für ein Oberstufenzentrum mit einer Mehrfachhalle im Dörfli inklusive Anpassungen in den bestehenden Schulhäusern und Umgestaltung des Dorfschulhauses in ein Kulturhaus wird mit 1'013 Ja- zu 665 Nein-Stimmen angenommen.
Mit 830 Ja- zu 846 Nein-Stimmen wird die zweite Abstimmungsfrage, bei der es um die Erweiterung der Sportanlagen im „Weiher“ inklusive der Erstellung eines zweiten Fussballfeldes mit einem Kunstrasen geht, abgelehnt. Die Stimmbeteiligung beträgt 64 Prozent.

2008

Die Gemeinde hat gemäss neuer Gemeindeordnung folgende Organe: a. Stimm- und Wahlberechtigte (Urnenverfahren oder Gemeindeversammlung), b. Gemeinderat, c. Controllingkommission, d. Revisionsstelle, e. Schulpflege, f. Urnenbüro.

Die Seegemeinden Weggis, Vitznau und Greppen verabschieden das Konzept "Regionale Jugendarbeit Seegemeinden". Für die offene und mobile Jugendarbeit wird eine Jugendarbeiterin im Teilzeitpensum angestellt.

2009

Spatenstich und Baubeginn Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad: Die neue Badeanlage und ein neuer Dorfplatz werden nach den Plänen von Architekt Mario Botta realisiert.

Weggis tritt dem regionalen Verbund für Abfallbewirtschaftung bei. Somit kann ein wichtiger Punkt des Service public gemeinsam mit rund zwei Dutzend anderen Gemeinden gelöst werden.

Weggis gibt sich ein Leitbild: Im März findet die erste Leitbildkonferenz statt. Es kommen rund 2'000 Äusserungen zusammen, die für die künftige Gestaltung von Weggis von grosser Bedeutung sind, aber auch wichtige Hinweise geben für die tägliche Arbeit des Gemeinderates. An der öffentlichen Folgekonferenz im Juni werden drei Themenbereiche behandelt: Die Leitsätze des kommunalen Leitbildes, die bestehenden Teilleitbilder und das im Rahmen der aktuellen Gesamtrevision der Weggiser Ortsplanung zu erarbeitende Siedlungsleitbild.

2010

Am 11. September kann das neue Schulzentrum Dörfli feierlich eingeweiht werden. Als regionales Dienstleistungszentrum bietet das Dörfli folgende Elemente: Oberstufenzentrum, Mehrfachhalle, Vereinsräume, Feuerwehrlokal, Werkhof und Parkraum.

Weggis als Wohnort hat eine sehr hohe Lebensqualität: Gemäss einer Studie unter 842 Ortschaften der Schweiz mit mehr als 2’000 Einwohnern bezüglich Attraktivität macht Weggis einen markanten Sprung vom 122. Rang auf den 84. Platz.

2011

Das Dorfschulhaus aus dem Jahre 1854 wird zum Kulturhaus: Hier sind nun die Bibliothek und die Musikschule zu Hause.

Die Budgetgemeindeversammlung beschliesst eine Steuererhöhung von einer Zehnteleinheit auf 1,55 Einheiten. Damit liegt Weggis nach wie vor an vierter Stelle der steuergünstigen Gemeinden des Kantons Luzern.

2012
Massnahmen gegen Naturgefahren bilden für die Gemeinde eine Daueraufgabe. Dies haben die Ereignisse beim Hangrutsch in der Tellirubi von diesem Jahr wiederum eindrücklich gezeigt. Die Arbeiten zur Sanierung des Rubibaches wurden abgeschlossen und die Massnahmen gegen Naturgefahren wurden fortgesetzt.

Im Sommer wurde auf Rigi Kaltbad das neue Mineralbad & Spa mit dem öffentlichen Dorfplatz eingeweiht.

2013
Die Baubewilligung für das neue Stationsgebäude der Rigi Bahnen AG auf Rigi Kaltbad wurde erteilt.

Im November wurden die sechs Änderungsanträge der Ortsplanungsrevision angenommen.

2014
An der Abstimmung vom 30. November haben die Weggiser Stimmberechtigten den Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren in den Gebieten Laugneri ll und Linden zugestimmt. Damit ist der Weg frei, um diese zwei Projekte, welche von Bund und Kanton mitfinanziert werden, in den nächsten Jahren zu realisieren.

2015
Im April wurde das Betreibungsamt Vitznau mit dem Betreibungskreis Weggis-Greppen zum regionalen Betreibungsamt der Seegemeinden vereinigt.

Die Felsenkapelle auf Rigi Kaltbad wird im September nach umfassenden Renovationsarbeiten eingeweiht. Gleichzeitig wird das Stationsgebäude und der Kiosk der Rigi Bahnen eröffnet.

Auf grosse Zustimmung stiess die Abstimmungsvorlage für den Bau eines neuen Kuststoffrasen-Fussballfeldes im Weiher. Anfangs Dezember konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Einweihung ist am 18. Juni 2016.

Nach dem für die Gemeinde positiven Urteil des Bundesgerichtes vom Sommer 2015 konnte im Herbst auch das letzte der fünf Wohnhäuser im Gefahrengebiet Horlaui, für welche der Gemeinderat Mitte des Jahres 2014 ein dauerhaftes Betretungs- und Nutzungsverbot und den Rückbau verfügte, abgebrochen werden.